8. FRANZ-SCHMIDT-ORGELWETTBEWERB 2020

11. - 19. SEPTEMBER 2020  Wien

 
 

Eröffnung 2014

Hier finden sie weitere Bilder der Eröffnung des Franz-Schmidt-Orgelwettbewerbs 2014











































WETTBEWERBSBEDINGUNGEN UND PROGRAMM 2014

Hier finden sie die Wettbewerbsbedingungen und das Programm des FSO 2014


PREISTRÄGER


Kein 1. Preis

2. Preis: Melissa Dermastia (Musikuniversität Wien)

2. Preis: Yeonju Sarah Kim (Master im Fach Orgel,  Musikuniversität Salzburg, derzeit Hochschule für Musik und Theater München)

3. Preis: Krysztof Weronowski-Ptaszynski (Musikuniversität Wien)

Sonderpreis für die beste Robert Fuchs Interpretation: Melissa Dermastia, Österreich


Wettbewerbsteilnehmer kamen aus Österreich, Polen, Russland, Deutschland, Südkorea, Ungarn, USA

 

WETTBEWERB 2014

Franz-Schmidt-Medaille

(Foto: Clemens Kneringer)

Preisverleihung 2014

Hier finden sie die Bilder der Preisverleihung des Franz-Schmidt-Orgelwettbewerbs 2014



Bericht


Kitzbühel als Orgelzentrum? Nun, das mag zwar etwas übertreiben sein, aber von 18. bis 26. September 2014 fand einer der größten Orgelwettbewerbe Österreichs wieder in Kitzbühel und Umgebung statt. Bereits zum 5. Mal wurde der Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb von der Stadtgemeinde Kitzbühel in Zusammenarbeit mit der Franz-Schmidt-Gesellschaft und der Camerata Viennensis veranstaltet.


Dank der Initiative und Überzeugungskraft von Prof. Dr. Rudolf Scholz († 2012) wurde erstmals 2006 ein Orgelwettbewerb in Kitzbühel durchgeführt, der seither im Zwei-Jahres-Abstand das lohnenswerte Orgelschaffen Franz Schmidts im Zentrum hat. Das Besondere an diesem Orgelwettbewerb ist die spezifische Mischung aus bemerkenswerten Wettbewerbsorgeln, prächtigen Kirchen und einer konzentrationsfördernden Atmosphäre in herrlicher Umgebung.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist dabei zu beachten, dass die Orgeln ohne elektrische Hilfen ausgestattet sind und somit – neben der Umsetzung stückadäquater Klangvorstellungen – die klanglichen Änderungen mithilfe von zur Verfügung stehenden Registranten in das Spiel sinnvoll integriert werden müssen.


Der 5. Internationale Franz-Schmidt-Wettbewerb ist ein kleines, feines Jubiläum, das nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Dank der unermüdlichen Bemühungen des künstlerischen Leiters, Prof. Peter Planyavsky, gemeinsam mit Frau HR Dr. Helga Scholz und dem Kulturreferenten der Stadt Kitzbühel, Hans-Peter Jöchl, wurde wieder ein großartiger Wettbewerb veranstaltet, für den sogar der Bundespräsident den Ehrenschutz übernahm. Das internationale Renommee des Wettbewerbs belegten auch diesmal das fordernde Wettbewerbsprogramm mit zwei Auswahlspielen und Finale, die international zusammengesetzte Jury und die teilweise von weither gereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedensten Ländern.


Die Eröffnung fand am 18. September 2014 mit einer Feierstunde im Festsaal des Kitzbühler Rathauses statt. Den Begrüßungsworten des Bürgermeister Dr, Klaus Winkler und der Vertreterin der zuständigen Bundesministerin, Frau Prof. Mag. Brigitte Weissengruber, folgte die Vorstellung der Jury und der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diesmal aus 8 verschiedenen Nationen von Hong Kong bis Deutschland angereist waren. Höhepunkt war der Festvortrag von Univ.-Prof. Mag. Roman Summereder zum Thema „Luft von anderem Planeten. Leitlinien zwischen Schönberg, Schmidt und David“, in dem er faszinierende Einblicke in die Verbindungen von Franz Schmidt zu den Komponisten vor und nach ihm präsentierte. Angeregte Fachgespräche, Interviews für KitzTV und gespannte Ausblicke rundeten beim anschließenden Buffet die Eröffnung ab.


Gleich am nächsten Tag fand das erste Auswahlspiel in der Stadtpfarrkirche Kitzbühel statt. Dies war möglich, da sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits in den drei Tagen davor auf der Wettbewerbsorgel einspielen und zudem auf zahlreichen Orgeln in der Umgebung üben konnten. Bereits in dieser ersten Runde zeigte sich das hohe Niveau der hervorragend vorbereiteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das 2. Auswahlspiel folgte dann am 22. und 23. September in der Pfarrkirche Hopfgarten. Schließlich wurden 5 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Finale am 25. September in Kitzbühel zugelassen. Nach einem packenden Finale auf hochklassigem Niveau entschied die Jury, keinen 1. Preis zu vergeben, aber zwei 2. Plätze und einen 3. Platz.


Im mitreißenden Preisträgerkonzert am 26. September in der gut besuchten Stadtpfarrkirche Kitzbühel bewiesen die Preisträger ihr Können und wurden mit folgenden Preisen ausgezeichnet:


2. Preis ex aequo:        Melissa Dermastia, Österreich

                                     Yeonju Sarah Kim, Korea


3. Preis:                        Krzysztof Weronowski-Ptaszynski, Polen


Sonderpreis für die beste Robert Fuchs Interpretation: Melissa Dermastia, Österreich


Neben Geldprämie und Urkunde erhielten die Preisträger zudem eine Franz-Schmidt-Plakette.


Zusammenfassend ist zu betonen, dass sich an einem besonderen Ort in Österreich ein bemerkenswerter Orgelwettbewerb etabliert hat, der dem Orgelschaffen eines leider oft vernachlässigten Komponisten, Franz Schmidt, gewidmet ist. Es ist zu hoffen, dass diese verdienstvolle Initiative auch weiterhin von Bestand sein wird, damit 2016 der 6. Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb stattfinden kann.


Karl-Gerhard Straßl

Jury, Organisationsteam, Teilnehmer und Teilnehmerinnen

v.l.n.r.: Melissa Dermastia, Yeonju Sarah Kim und Krysztof Weronowski-Ptaszynski