WETTBEWERBSBEDINGUNGEN

  1. Der Wettbewerb findet in der Zeit vom 13. bis 21. September 2022 an den Orgeln der folgenden Kirchen statt: 
    St. Ursula, Johannesgasse 8, 1010 Wien (1. Runde), 
    Kalvarienbergkirche, Sankt-Bartholomäus-Platz 3, 1170 Wien (2. Runde) 
    Schottenkirche, Freyung 6, 1010 Wien (Finale, Preisträgerkonzert).

    Die Dispositionen der Orgeln sind unter dem Menüpunkt Dispositionen auf dieser Website aufgelistet.

  2. Am Wettbewerb können Organisten bzw. Organistinnen jeder Nationalität teilnehmen, die nach dem 31. Dezember 1986 geboren sind.


ANMELDUNG

  1. Die Anmeldung zum Wettbewerb muss ausschließlich elektronisch über die Website „www.orgelwettbewerb.at“ bis spätestens 31. Mai 2022 erfolgt sein.
    Später erfolgte Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden.

    Die Anmeldung muss enthalten:
    a. Namen, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
    b. Lebenslauf und Studiengang
    c. Angabe von eventuell verliehenen Wettbewerbspreisen oder -diplomen
    d. Bekanntgabe des aus dem Wettbewerbsprogramm unter Punkt „d“ gewählten Werkes für die 2. Runde

  2. Die Zahl der Wettbewerbsteilnehmer bzw. -teilnehmerinnen ist begrenzt. Über die Zulassung zum Wettbewerb entscheidet die Wettbewerbsleitung.

  3. Die Bestätigung über den Eingang der Anmeldung und die vorläufige Zulassung wird bis 14. Juni 2022 übermittelt. Danach ist die Teilnahmegebühr von € 80.– auf folgendes Konto einzuzahlen:

    Oberbank,
    IBAN: AT641500000501307763, BIC: OBKLAT2L 
    lautend auf „Camerata Viennensis – FSO“
    Zahlungszweck: „Teilnahmegebühr FSO 2022“

    Nach Einlangen der Teilnahmegebühr auf dem Wettbewerbskonto gilt der Teilnehmer oder die Teilnehmerin als endgültig zugelassen. Eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr ist grundsätzlich nicht möglich.

  4. Durch die Anmeldung erklären sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit den Wettbewerbsbestimmungen einverstanden.


ABLAUF DES WETTBEWERBS

  1. Die Wettbewerbsteilnehmer bzw. -teilnehmerinnen werden ersucht, sich nach ihrem Eintreffen in Wien am 11. September 2022 um 18 Uhr in der Universität für Musik und darstellende Kunst (mdw), Seilerstätte 26 in der Aula im Erdgeschoß, zu melden.
    Bei der Beschaffung eines Quartiers kann der Veranstalter behilflich sein.

  2. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Runden und das Finale. Alle Runden und das Finale sind öffentlich zugänglich. Die völlige Anonymität der Wettbewerbsteilnehmer und -teilnehmerinnen gegenüber der Jury bleibt bis zum Abschluss des Finales gewahrt.

  3. Die Reihenfolge des Auftretens der Kandidaten bzw. Kandidatinnen wird ausgelost.

  4. Die Werke des Wettbewerbsprogramms sind in der selbstgewählten Reihenfolge entsprechend der Wettbewerbsausschreibung vorzutragen. Auswendigspiel wird nicht verlangt.

  5. Jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin am Wettbewerb hat die Möglichkeit, die für die Runden und das Finale festgelegten Werke auf den jeweiligen Orgeln vorzubereiten. Übungszeit am Instrument des Wettbewerbs erhalten sie sowohl an einem Tag vor der Wettbewerbsrunde (ca. 90 Minuten) als auch Einspielzeit vor dem Wertungsspiel. Weitere Übungsmöglichkeiten werden zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin erhält gleich viel Übungszeit. 

  6. Registranten bzw. Registrantinnen werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, können aber auch auf eigene Kosten mitgebracht werden.

  7. Nach jeder Runde wird den Kandidaten bzw. Kandidatinnen das Gesamtergebnis aus den Einzelbewertungen bekannt gegeben. Für die ausgeschiedenen Kandidaten und Kandidatinnen sind Gespräche mit den Jurorinnen und Juroren geplant.

  8. Jeder Preisträger bzw. jede Preisträgerin ist verpflichtet, beim Preisträgerkonzert unentgeltlich mitzuwirken und die von der Jury ausgewählten Werke zu spielen.

  9. Aufnahmen in Bild und Ton für Radio- und Fernsehübertragungen sowie Live-Streaming und Internetveröffentlichungen während des gesamten Wettbewerbs sind vorgesehen. Der Wettbewerbsveranstalter behält sich alle Rechte (einschließlich eventueller Aufnahmen und Wiedergaben in Ton und Bild) vor; eventuelle Ansprüche Dritter werden nicht anerkannt.
    Für Rundfunk- und Fernsehübertragungen bzw. im Falle einer CD-Produktion oder der Veröffentlichung von Ton- und Videoaufnahmen via Internet haben die Kandidatinnen und Kandidaten keinen Anspruch auf Honorar oder Entschädigung. Solche Übertragungen bzw. Produktionen können auch nicht untersagt werden. Mit der Anmeldung räumen alle Teilnehmer/innen dem Wettbewerbsveranstalter das Recht ein, Angaben zur eigenen Person veröffentlichen und an Dritte weitergeben zu können.

  10. Der Veranstalter kann den Wettbewerb absagen, wenn die Durchführung aufgrund massiver allgemeiner Einschränkungen, wie etwa Erdbeben, Krieg oder behördliche Untersagung, behindert wird. Diesfalls werden einbezahlte Teilnahmegebühren rückerstattet, andere Aufwendungen oder Kosten werden nicht ersetzt.


JURY DES WETTBEWERBS

Bernhard Haas, Deutschland
Margareta Hürzholz, Deutschland
Robert Kovács, Ungarn-Österreich
Peter Planyavsky, Österreich
Liubov Shishkhanova, Russland

Vorsitz/Chairman: Karl-Gerhard Straßl, Österreich

  1. Die Entscheidung über die Ergebnisse des Wettbewerbs wird ausschließlich von der Jury getroffen.

  2. Die Jury arbeitet nach einer Juryordnung unter einem Vorsitzenden ohne Stimmrecht.

  3. Die von der Jury getroffenen Entscheidungen sind unwiderruflich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

  4. Die Jury kann die Vergabe von Preisen aussetzen.


PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Es werden drei Preise vergeben:
1. Preis: € 6.000,–
2. Preis: € 4.000,–
3. Preis: € 2.500,–
Unabhängig von den drei Hauptpreisen können Sonderpreise vergeben werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Bestätigung ihrer Teilnahme am Wettbewerb. Die Preisträger bzw. Preisträgerinnen erhalten außer der Geldprämie eine Urkunde und haben das Recht, sich „Preisträger/Preisträgerin des
9. Internationalen Franz-Schmidt-Orgelwettbewerbs Wien 2022“ zu nennen.


REPERTOIRE 

1. RUNDE
a. Hans Haselböck: Toccata serena (1988)

b. Johann Sebastian Bach: „Christus, der uns selig macht“, BWV 747

c. Franz Schmidt: Präludium und Fuge G-Dur (ohne Wiederholungen)

2. RUNDE
a. Franz Schmidt: aus „Vier kleine Choralvorspiele“:
„O, wie selig seid ihr doch, ihr Frommen“ und „Was mein Gott will“

b. Johann Nepomuk Hummel: Präludium As-Dur und Fuge Es-Dur

c. Peter Planyavsky: Toccata mauritiana (2014)

d. Georg Muffat: aus “Apparatus musico-organisticus”: Toccata VIII oder IX

e. Johann Sebastian Bach: Allein Gott in der Höh (c.f. Tenor), BWV 663

d. eines der folgenden Wahlstücke:
– Olivier Messiaen: aus „L’Ascension“:  II. „Alléluias sereins“ und III. „Transports de joie“
– Louis Vierne: aus 2. Symphonie, op. 20: III. Scherzo und  IV. Cantabile
– Louis Vierne: aus 3. Symphonie, op. 28: III. Intermezzo und IV. Adagio
– César Franck: Fantasie A-Dur
– Marco Enrico Bossi: Thema mit Variationen, op. 115

FINALE
a. Camille Saint-Saëns: Fantaisie Des-Dur, op. 101

b. Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge (Toccata) E-Dur, BWV 566
oder C-Dur, BWV 566a

c. Johannes Brahms: Präludium und Fuge g-Moll

d. Franz Schmidt: Toccata C-Dur